Mich fasziniert, was entsteht, wenn etwas Gefundenes nicht weggeworfen, sondern neu betrachtet wird.
Ich bin seit mehr als 20 Jahren freiberufliche Grafikdesignerin, Illustratorin und Künstlerin. Ich sammle Scherben in der Natur, unter anderem auf Straßen, Stränden und in Wäldern, und mache daraus Kunstobjekte. Diese Leidenschaft nenne ich gern „die Metamorphose des Scherbenhaufens“, weil aus einem Haufen Scherben etwas Neues entsteht. Meine Arbeiten entstehen aus der Begegnung mit Materialien, die bereits eine Geschichte mitbringen.
Besonders Glas fasziniert mich durch seine Transparenz, seine Spuren und seine Fähigkeit, Licht immer wieder anders einzufangen.
Ich sammle, sortiere, betrachte und kombiniere. Gebrauchsspuren, Brüche und Unregelmäßigkeiten dürfen dabei sichtbar bleiben.
Aus einzelnen Fundstücken entstehen neue Formen – ruhig, eigenwillig und immer ein wenig überraschend.
Ich bin durch meine Spaziergänge mit Familie und Hund auf viele Scherben in der Natur aufmerksam geworden. Nach negativen Erfahrungen und Verletzungen beschloss ich, die Scherben zu sammeln. Ich wollte sie nicht dem Müllcontainer überlassen, sondern in der Kunst wiederbeleben – auf eine Art, die nicht schmerzhaft ist, sondern Fröhlichkeit und Neugier erzeugt. Jedes Objekt beginnt mit einem Fundstück. Erst beim genauen Hinsehen zeigt sich, welche Form, Farbe und Geschichte darin stecken.
Ich lasse mich vom gefundenem Material leiten. Manchmal braucht es nur eine neue Verbindung, einen anderen Blickwinkel oder etwas Licht, damit die besondere Wirkung sichtbar wird.
Meine Arbeiten bewegen sich deshalb zwischen Objekt und Erinnerung – zwischen dem, was einmal war, und dem, was daraus entstehen kann.
Mitglied des Kreiskulturverbandes Pinneberg e.V.
Wenn Sie mehr über meine Arbeiten erfahren möchten, freue ich mich über Ihre Nachricht.